Schwangerschaft: Deine körperlichen Veränderungen!

Das alles leistet dein Körper in deiner Schwangerschaft!

Der menschliche Körper ist zweifellos ein Wunder der Natur, und während der Schwangerschaft durchläuft er bemerkenswerte Veränderungen, die oft unterschätzt werden. Ein wesentlicher Akteur in diesem Prozess ist der Beckenboden, ein Netzwerk aus Muskeln, Bändern und Geweben, das eine beeindruckende Last tragen muss – das Gewicht von zwei Menschen. Hier erfährst du, wie der Beckenboden diese Herausforderung meistert und warum es so wichtig ist, ihm während der Schwangerschaft besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Belastung des Beckenbodens in der Schwangerschaft 

Der Beckenboden ist eine faszinierende Struktur, die das Gewicht nicht nur des wachsenden Babys, sondern auch der Mutter selbst trägt. Das bedeutet, dass während der Schwangerschaft das Gewicht von zwei Menschen auf diesen Muskeln ruht. Diese Last erfordert eine erstaunliche Stärke und Anpassungsfähigkeit. Deshalb ist Beckenbodentraining in der Schwangerschaft nicht weg zu denken!

Elastizität für das wachsende Baby

Während das Baby im Bauch wächst, müssen die Muskeln des Beckenbodens nachgeben können. Die Fähigkeit zur Elastizität ist entscheidend, damit der Beckenboden die zusätzliche Belastung ohne übermäßigen Druck oder Schmerzen bewältigen kann. Hierbei spielen Hormone eine wichtige Rolle, indem sie das Bindegewebe geschmeidig machen und die Muskulatur dehnbarer gestalten.

Lockere Bänder und Gelenke – Ursache von Schmerzen und Instabilität

Um Platz für das heranwachsende Baby zu schaffen, lockern sich während der Schwangerschaft die Bänder und Gelenke im Beckenbereich. Diese Lockerung ist notwendig, kann jedoch zu Schmerzen oder einem Gefühl der Instabilität führen. Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Veränderungen Teil des natürlichen Anpassungsprozesses des Körpers sind. Schmerzen können jedoch mit gewissen Stabilisationsübungen reduziert werden. Wir haben darauf im Online-PelviBaby-Kurs ein großes Augenmerk gelegt!

 Zurückweichen der Organe für Platzgewinn

Die Organe im Beckenraum weichen zurück, um dem wachsenden Baby Platz zu machen. Dieser Rückzug ermöglicht nicht nur die optimale Entwicklung des Babys, sondern bedeutet auch eine beträchtliche Veränderung für den gesamten Beckenboden und die umliegenden Strukturen.

Dehnung der Bauchmuskulatur – Platz für das Wachstum

Die Bauchmuskulatur, die normalerweise straff und fest ist, dehnt sich während der Schwangerschaft aus und weicht zur Seite. Diese Veränderung ist notwendig, um dem wachsenden Bauch Raum zu geben. Es kann jedoch zu einer Abschwächung der Muskulatur führen, was die Bedeutung von gezieltem Training in dieser Phase unterstreicht. Nach der Geburt hat jede Frau eine Rektusdiastase! Mit spezifischen Übungen in der Schwangerschaft kann das Ausmaß der muskulären Abweichung jedoch reduziert werden. Wir zeigen dir wie das geht!

Atmen für Zwei: Warum Schwangere schneller außer Atem kommen

Während der Schwangerschaft erfährt dein Körper eine Vielzahl von Veränderungen, die auch deine Atmung beeinflussen. Hier erfährst du, warum werdende Mütter oft schneller außer Atem geraten und welche physiologischen Prozesse dahinterstecken.

Erhöhter Sauerstoffbedarf und Atemvolumen:

In der Schwangerschaft steigt der Sauerstoffbedarf des Körpers, da nicht nur du, sondern auch dein heranwachsendes Baby mit Sauerstoff versorgt werden muss. Das Atemvolumen erhöht sich, um diesen gesteigerten Bedarf zu decken. Dies führt dazu, dass Schwangere schneller und tiefer atmen müssen, insbesondere in den späteren Trimestern.

Zwerchfellbewegungen und Atemveränderungen:

Das Zwerchfell, der Hauptatemmuskel, spielt eine entscheidende Rolle in diesem Prozess. Während der Schwangerschaft wandert das Zwerchfell nach oben, um Platz für den wachsenden Uterus zu schaffen. Dies verändert die Atemmechanik und erklärt, warum viele Schwangere das Gefühl haben, flacher zu atmen.

 Organschiebung und erhöhte Urinproduktion:

Das wachsende Baby beansprucht nicht nur Platz im Bauchraum, sondern schiebt auch die umliegenden Organe zur Seite. Die Gebärmutter drückt auf die Blase, was zu häufigeren Toilettengängen führen kann. Dies, kombiniert mit einer gesteigerten Urinproduktion, trägt dazu bei, dass schwangere Frauen das Bedürfnis verspüren, öfter Wasser zu lassen.

Wie kannst du mit diesen Veränderungen umgehen?

  1. Bewusste Atmung: Nimm dir bewusst Zeit für tiefe Atemzüge. Atemübungen, wie sie in unserem PelviBaby-Kurs praktiziert werden, können helfen, die Atmung zu kontrollieren und den Sauerstoffaustausch zu optimieren.
  1. Häufige Pausen: Wenn du körperlich aktiv bist, plane regelmäßige Pausen ein, um dich auszuruhen und tief durchzuatmen. Dies ist besonders wichtig bei Aktivitäten, die eine erhöhte körperliche Anstrengung erfordern.
  1. Körperliche Aktivität: Ein leichtes und regelmäßiges Training, das auf die Bedürfnisse Schwangerer abgestimmt ist, kann die Atemkapazität verbessern und die allgemeine Fitness fördern. Du bist unsicher welchen Sport und wie du ihn betreiben darfst? Dann lese dir unseren Blogartikel dazu durch oder hüpfe schnell in unseren PelviBaby-Kurs für Übungen und physiotherapeutischer Begleitung!
  1. Gute Haltung: Eine aufrechte Haltung unterstützt die Funktion des Zwerchfells und erleichtert die Atmung. Vermeide es, dich zu sehr nach vorne zu lehnen, um den Druck auf das Zwerchfell zu minimieren. Wir lieben da unser PelviQueens-Krönchen-Übung.
  1. Hydratation: Trinke ausreichend Wasser, um die gesteigerte Urinproduktion auszugleichen und deinen Körper gut mit Flüssigkeit zu versorgen. 

Veränderung der Haltung – Das Hohlkreuzphänomen

Eine der deutlichsten Veränderungen, die viele Frauen während der Schwangerschaft bemerken, ist die Veränderung ihrer Haltung. Der wachsende Bauch führt oft dazu, dass das Becken nach vorne kippt, was zu einem verstärkten Hohlkreuz führen kann. Dieser natürliche Anpassungsprozess soll das zusätzliche Gewicht ausgleichen und den Körper auf die bevorstehende Geburt vorbereiten.

Breiteres und „schunkelndes“ Gangbild

Das veränderte Gewichtsverhältnis und die Hohlkreuzhaltung können auch das Gangbild beeinflussen. Viele Schwangere bemerken, dass ihr Gang breiter und schunkelnder wird. Dies ist eine Anpassung des Körpers, um das Gleichgewicht zu halten und den veränderten Schwerpunkt auszugleichen. Durch Training in der Schwangerschaft und speziellen Übungen kann man dieses Gangbild umgehen!

Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System

Während der Schwangerschaft erfährt das Herz-Kreislauf-System erhebliche Veränderungen. Die erhöhte Blutmenge im Körper führt zu einer Steigerung der Herzfrequenz. Gleichzeitig erweitern sich die Venen, um den gesteigerten Blutfluss zu bewältigen. Dieser Anpassungsprozess kann zu einem breiteren Spektrum von Herzfrequenz und Blutdruck führen.

Der Blutdruck neigt dazu, während der Schwangerschaft abzusinken. Dies ist auf die Erweiterung der Blutgefäße zurückzuführen und gilt als normale physiologische Reaktion. Moderates Training beeinflusst das Herz-Kreislauf-System sehr positiv und trägt zu einer schnelleren Regeneration in den Wehen-Pausen bei!

Wassereinlagerungen durch erhöhten Östrogenspiegel

Ein weiterer häufiger Aspekt, dem viele Schwangere begegnen, sind Wassereinlagerungen. Dies ist oft auf den erhöhten Östrogenspiegel zurückzuführen, der die Nieren dazu anregt, mehr Natrium und Wasser zurückzuhalten. Dies kann zu Schwellungen in den Händen, Füßen und Beinen führen.

Es ist wichtig zu beachten, dass leichte Wassereinlagerungen normal sind, während übermäßige Schwellungen auf Komplikationen hindeuten könnten. Ein gesunder Lebensstil mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr und regelmäßiger Bewegung kann dazu beitragen, Wassereinlagerungen zu minimieren. 

Im PelviBaby-Kurs teilen wir dazu Tipps und Tricks und würden uns sehr freuen, dich in dieser besonderen Lebensphase begleiten zu dürfen!

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Wir trainieren gemeinsam für eine starke Körpermitte. Du erfährst Wissenswertes über deinen Beckenboden und wie dieser mit deinem restlichen Körper zusammenhängt.